Texte, Nachdenkliches, Gedichte...

Am Strande

Heute sah ich wieder dich am Strand
Schaum der Wellen dir zu Füssen trieb.   
Mit dem Finger grubst du in den Sand   
Zeichen ein, von denen keines blieb.

Ganz versunken warst du in dein Spiel
mit der ewigen Vergänglichkeit,
Welle kam und Stern und Kreis zerfiel,
Welle ging und du warst neu bereit.

Lachend hast du dich zu mir gewandt.
ahntest nicht den Schmerz den ich erfuhr:
denn die schönste Welle zog zum Strand
und sie löschte deiner Füsse Spur

Marie-Luise Kaschnitz

 

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Ich geh hier nicht weg,
Hab meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, offene Welt.
Habe dich sicher
in meiner Seele.
Ich trag dich bei mir
bis der Vorhang fällt.
(Herbert Grönemeyer,
aus: Der Weg)

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